Wischroboter Ratgeber 2017

Wir sind es gewohnt, dass Spülmaschinen unser Geschirr waschen und Waschmaschinen die Kleidung reinigen. Mit Haushaltsrobotern hat nun seit einigen Jahren eine neue Generation von Haushaltsgeräten den Markt erobert. So können zum Beispiel Wischroboter nahezu vollautomatisch Böden säubern. Doch welches Modell ist das richtige? Worauf muss ich beim Kauf achten? Im großen Wischroboter Test 2017 erhältst du die passenden Antworten. Unser Kaufratgeber gibt dir nicht nur handfeste Informationen, sondern auch praktischen Tipps zum Wischroboter-Kauf.

Warum einen Wischroboter kaufen? Vorteile und Nachteile

Wischroboter versprechen saubere Böden, ohne dass man selbst Hand anlegen muss. Ganz ohne eigenes Zutun ist das jedoch noch nicht möglich. Dennoch kann ein Wischroboter viel Arbeit abnehmen.

Die Vorteile von Wischrobotern:

  • Zeitersparnis, da Hartböden nicht mehr komplett selbst geputzt werden müssen
  • Kostenersparnis im Verhältnis zu einer Putzfrau
  • Effizienterer Einsatz von Reinigungsmitteln
  • Für die meisten Hartböden geeignet
  • Gerät kann auf eine bestimmte Zeit programmiert werden
  • Fast vollständig automatisiertes Putzen

Die Nachteile von Wischrobotern

  • Technik stößt bei verwinkelten Räumen an ihre Grenzen
  • Nachwischen ist fast immer nötig
  • Räume müssen für den Wischroboter Einsatz „vorbereitet“ werden
  • Höhere Anschaffungskosten als mit herkömmlichem Putzeimer und Wischmop
  • Geräte sind nicht für alle Bodenarten geeignet

Für wen eignet sich ein Wischroboter?

Berufstätige:

Der Wischroboter erledigt das Putzen und Wischen während du bei der Arbeit bist. Du musst dich nach einem langen Arbeitstag oder am Wochenende nicht mehr um die Bodenreinigung kümmern. Es reicht ein gelegentliches Nachwischen oder das Wechseln von Schmutz- und Reinigungswasser und, je nach Modell, den Reinigungstüchern oder – bürsten.

Haustierhalter:

Wer einen Hund oder eine Katze hat, kennt das Problem. Es gibt auch beim gründlichsten Saugen immer Haare, die auf dem Boden liegen. Ein Wischroboter sorgt dafür, dass in deinen Wohnräumen regelmäßig gewischt wird. Das ist ein Plus an Hygiene, ohne dass du dafür großen Aufwand betreiben musst. Der Roboter erledigt das für dich.

Allergiker:

Wer an einer Hausstaubmilben-Allergie oder einer Tierhaarallergie leidet, ist mit einem Wischroboter im Vorteil. Der Wischroboter kann täglich eingesetzt werden und beseitigt herumliegenden Staub sowie Tierhaare. Dadurch verringert sich die Zahl der Allergene, wodurch du als Allergiker von einem gesünderen Raumklima profitierst.

Büroinhaber:

Büros sind prädestiniert für den Einsatz von Wischrobotern. Denn in der Regel sind die Böden dort frei und es gibt wenige Winkel. Wischroboter können dann zuverlässig ihren Dienst verrichten und autonom putzen. Das einzige, was zu tun ist, ist das Auffüllen und Entleeren der Wasserbehälter. Eine Reinigungskraft kannst du dir dann auch sparen. Der Wischroboter hat sich dadurch schnell amortisiert.

Bewohner von Neubauten:

Neubauten weisen in der Regel weniger Winkel und Bodenunebenheiten als Altbauten auf. Wohnst du im Neubau, kannst einen Wischroboter perfekt nutzen. Er wird Fliesen- und andere Hartböden zuverlässig reinigen.

Wischroboter – diese Technik steckt dahinter

In Wischrobotern kommen unterschiedliche Techniken zum Einsatz. Eines ist den Haushaltsrobotern gemeinsam: Sie sind in der Regel nur für harte Untergründe geeignet. Hierzu zählen Fliesen, Parkett, PVC, Laminat, Linoleum  oder Dielen ohne große Fugen.

Die Technik von Wischrobotern ist ein einem eckigen oder runden Gehäuse untergebracht. Auf der Unterseite sorgen zwei Räder für den Antrieb. Um zu lenken, werden die Räder in unterschiedlichen Geschwindigkeiten von jeweils einem eigenen Motor gesteuert. Ein drittes Rad an der Vorderseite folgt lediglich den Richtungen, hat aber keinen eigenen Motor.

Die klassischen Wischroboter arbeiten zunächst wie ein herkömmlicher Saugroboter. Unten sind seitlich Reinigungsbürsten befestigt, welche den Schmutz in die Mitte des Geräts führen. Dort gibt es eine oder mehrere Bürsten, welche den Schmutz in einen Auffangbehälter bugsieren. Ein Saugmotor im Innern des Behälters sorgt wie ein Staubsauger für ein Vakuum und zieht die Staubpartikel zusätzlich aus dem Boden.

Von einem aufladbaren Akku werden die Motoren der Räder und des Saugers mit Strom versorgt.

  • Nasswisch-Roboter: Diese Geräte können nicht nur saugen, sondern den Boden auch wischen. Darüber hinaus können die Motoren zusätzlich trocknen. So kannst du schneller wieder auf dem gewischten Boden laufen. Bei Nasswisch-Robotern wird zunächst eine Mischung aus Reinigungsmittel und Wasser auf den Boden aufgetragen. Anschließend fährt das Gerät mit einer Bürste über den befeuchteten Boden und reinigt diesen. Danach nimmt ein Behälter das entstehende Schmutzwasser auf.
  • Feucht- und Trocken-Wischroboter: Bei diesen Geräten kommen Mikrofasertücher anstelle von Bürsten zum Einsatz. Die Tücher werden mit Hilfe von Magneten an der Unterseite des Roboters befestigt. Über einen Tank werden die Tücher mit Reinigungsflüssigkeit angefeuchtet. Die Arbeitsgeschwindigkeit dieser Wischroboter ist langsamer als bei Wischrobotern mit Bürsten und Saugfunktion.
  • Wischroboter mit elektrostatischen Tüchern: Diese Wischroboter werden auch Trockenwischroboter genannt. Sie sind mit elektrostatischen Tüchern ausgestattet, die überwiegen Haare, Staub und trockenen Schmutz aufnehmen. Sie übernehmen mehr oder weniger die Arbeit, die sonst mit Besen und Schaufel erledigt wird. Demnach entfernen diese Wischroboter keinen festgetrockneten oder groben Schmutz. Je nach Gerät musst du bei diesen Wischrobotern nach jeder Reinigung die Tücher austauschen.

Intelligente Sensortechnik

Die mechanischen Wischleistungen von Wischrobotern könnten theoretisch auch von halb automatisierten Geräten übernommen werden. So liegt die tatsächliche Innovation der Wischroboter in der eingesetzten Sensortechnik. Denn Sensoren sorgen dafür, dass der Wischroboter nicht nur Hindernisse erkennt und sie umfahren kann, sondern auch unterschiedliche Fußbodenarten identifizieren kann. Auf diese Weise wird zum Beispiel vermieden, dass ein Wischroboter „aus Versehen“ deinen Teppich im Wohnzimmer feucht wischt.

Moderne Sensoren erkennen nicht nur, um welchen Untergrund es sich handelt, sondern auch, wie stark dieser verschmutzt ist. Anhand des Verschmutzungsgrads wählt der Wischroboter dann das für die Reinigung angemessene Programm aus. Manche Wischroboter haben mehrstufige Reinigungsprogramme, die nacheinander abgearbeitet werden, bis die Bodenoberfläche den gewünschten Sauberkeitsgrad erreicht hat.

Neigt sich die Akkuladung eines Wischroboters dem Ende, erkennt ein Sensor, dass es Zeit zum Aufladen ist. Das Gerät kehrt dann selbständig zur Ladestation zurück. Ist der Wischroboter wieder vollständig aufgeladen, setzt er das unterbrochene Putzprogramm selbständig wieder fort. So ist zum Beispiel auch nicht unbedingt erforderlich, dass du dabei bist, wenn ein Wischroboter arbeitet. Allerdings ist es empfehlenswert, Wischroboter nicht komplett unbeaufsichtigt arbeiten zu lassen. Die sensiblen Geräte schalten sich zwar von selbst aus, wenn sie bei einem Hindernis nicht mehr weiterkommen. Dennoch besteht die Gefahr, dass zu viel Wasser auf den Boden kommt und er dadurch Schaden nimmt.

Trotz ausgeklügelter Sensortechnik solltest du die „Intelligenz“ deines Wischroboters nicht überstrapazieren. So können sich diese Geräte zum Beispiel leicht in herumliegenden Kabeln oder Schnüren verheddern. Vor dem Reinigen ist deshalb immer ein wenig Aufräumen angesagt.

Wischroboter Test – darauf haben wir geachtet

In unserem Wischroboter-Vergleich haben wir uns auf alle wichtigen Kriterien konzentriert, welche die Effizienz und die Qualität eines Wischroboters auszeichnen.

  • Bauform: Die meisten Wischroboter sind entweder rund oder eckig. Sie unterscheiden sich darüber hinaus in ihrer Höhe. Hier ist vor allem wichtig, dass sie flach genug sind, um auch unter Schränken oder Regalen wischen zu können. Zu hohe oder zu kantige Wischroboter sind für eine konstante Reinigungsleistung weniger geeignet.
  • Reinigungstechnik: Wischroboter nutzen unterschiedliche Techniken. Wir haben uns Geräte angeschaut, die sowohl nass als auch trocken wischen. Eine dritte Variante sind Wischroboter mit elektrostatischen Tüchern.
  • Handhabung: Wie einfach kann ich einen Wischroboter bedienen? Diese Frage ist wichtig, damit das Gerät dir auch wirklich Arbeit abnimmt, anstatt zusätzlichen Aufwand zu schaffen. So ist zum Beispiel für die Nutzerfreundlichkeit relevant, wie leicht ein Wischroboter programmiert oder der Wassertank nachgefüllt und geleert werden kann.
  • Bewegungsmuster: Welche Strategie ein Wischroboter beim Putzen verfolgt, ist geräteabhängig. Manche Geräte agieren nach dem Zufallsprinzip und wischen den Raum scheinbar willkürlich. Dennoch sind sie darauf programmiert, die Fläche komplett zu bearbeiten. Andere Wischroboter fahren in gleichmäßigen Bahnen über den Boden. Wiederum andere Geräte können beide Varianten nutzen oder reinigen mit Hilfe von kreisförmigen Bewegungen. Unabhängig davon, welche Methode der Wischroboter verwendet, muss das Ergebnis am Ende stimmen.
  • Ladezeit: Wichtig für die Handhabung ist die Dauer, die eine Akkuladung benötigt. So kann es sehr störend sein, wenn der Wischroboter nach zwei Stunden arbeitet noch nicht alles gewischt hat, aber mehrere Stunden zum Aufladen benötigt.
  • Betriebsdauer: Je länger ein Wischroboter ohne Aufladung arbeiten kann desto besser. Gute Geräte halten mehr als zwei Stunden durch, ohne aufgeladen zu werden.
  • Funktionen: Wie umfangreich ist der Wischroboter ausgestattet? Komfortable Geräte können zum Beispiel autonom navigieren und erkennen Hindernisse vollkommen selbständig. Darüber hinaus sind verschiedene Reinigungsmodi möglich.
  • Einsatzmöglichkeiten: Für welche Raumgröße ist der Wischroboter geeignet? Welche Böden kann er reinigen? Diese Fragen sind wichtig, um die Flexibilität des Geräts einzuschätzen.
  • Zusatzausstattung: Welche Extras hat der Wischroboter zu bieten? Kann er Hindernisse besser erkennen? Verfügt er über spezielle Sensoren, die ihn vor Kanten oder Ecken warnen? Gibt es spezielle Reinigungsprogramme für das Gerät?

Betriebslautstärke: Das Betriebsgeräusch sollte so leise wie möglich sein, damit dich der Wischroboter nicht stört, wenn er den Boden reinigt.

Was kostet ein Wischroboter?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, denn im Handel ist eine große Zahl unterschiedlicher Modelle von verschiedenen Herstellern erhältlich. Sehr günstiger Einsteigergeräte kannst du schon für weniger als 100 Euro kaufen. Allerdings liegt die Preisspanne für hochwertige und effizientere Wischroboter bei 300 bis 500 Euro. Es gibt auch Haushaltsroboter, die noch deutlich teurer sind.

Der Wischroboter-Preis hängt zum einen von der gewünschten Ausstattung und zum anderen von der Leistung und vom Hersteller ab. Wer hohe Qualität wünscht, muss auch etwas mehr investieren. Mit unserem Wischroboter Test erfährst du, für welches Reinigungsgerät sich die Investition wirklich lohnt.