Ventilator Ratgeber 2017

Die Sommer werden immer heißer und wir suchen nach Möglichkeiten zum Abkühlen. Alles, was dafür nötig ist, ist ein kleiner Luftzug. Ein Ventilator ist dafür perfekt geeignet. Ob im Wohnzimmer, im Büro oder im Wintergarten, mit einem Ventilator kannst Du immer schnell und einfach für ein angenehmes Klima sorgen.

Wir haben für Dich die besten Geräte im Ventilator Test 2017 gegenübergestellt und geben Dir hier handfeste Infos rund um Ventilatoren, deren Hersteller und Handhabung.

Die Vorteile von Ventilatoren

  • umfangreiche Modellauswahl
  • günstige Anschaffungskosten
  • mögliche Alternative zur Klimaanlage
  • kostengünstiger als eine Klimaanlage
  • keine Installation notwendig
  • schnelle Inbetriebnahme
  • für jeden Raum geeignet
  • nicht nur im Sommer nutzbar

Nachteile von Ventilatoren

  • Zugluft kann zu Erkältungen führen
  • benötigt zusätzlichen Platz im Raum
  • bei hoher Leistung hohes Betriebsgeräusch möglich
  • Staubverwirbelung wird erhöht und beeinträchtigt Allergiker
  • zusätzlicher Stromverbrauch
  • Raumluft wird nicht abgekühlt

So funktionieren Ventilatoren

Die Bezeichnung Ventilator beruht auf dem lateinischen Verb „ventilare“, was in poetischer Übersetzung so viel bedeutet wie „Kühlung zufächeln“. Waren es zu Zeiten der Römer noch Sklaven oder andere Bedienstete, welche diese Aufgabe übernahmen, ist es heute der Ventilator, der für Kühlung sorgt. Er ist demnach wortwörtlich ein „Kühlung-Zufächeler“. Er sorgt für einen künstlichen Luftstrom.

Technisch gesehen sind Ventilatoren Strömungsmaschinen, welche Luft in Bewegung bringen.

Dabei stehen je nach Ventilatormodell zwei Techniken zur Verfügung:

  • Propeller: Propeller Ventilatoren verfügen über einen Propeller mit drei bis fünf Flügeln. Dieser Propeller wird von einem Elektromotor angetrieben. Durch die Drehung des Rotors entsteht schließlich ein Luftzug. Damit die Luftströmung nach vorn ausgestoßen wird, sind die Rotorblätter leicht geneigt. Je nach Modell wird der Luftstrom statisch auf eine Stelle oder oszillierend durch eine Drehbewegung des Rotors nach links und rechts geleitet. Bei diesen Ventilatoren gilt, dass sich ein großer Ventilator für die gleiche Luftmenge langsamer drehen muss als ein Ventilator mit kleinen Rotorblättern. Mit steigender Drehzahl steigt auch das Betriebsgeräusch. Die Masse der bewegten Luft hängt nicht auf der Zahl der Flügel, sondern auf dem Winkel, in welchem die Flügel am Motor befestigt sind.

Diese Technik wird bei Standventilatoren, Tischventilatoren sowie Deckenventilatoren eingesetzt.

  • Radialventilatoren: Bei diesen Ventilatoren wird Luft von hinten angesaugt und durch ein Gebläse nach vorn ausgeblasen. Diese Ventilatoren können sich ebenfalls nach links und rechts drehen. Sie blasen die Luft über eine sehr breite Fläche aus.

Diese Technik kommt bei Turmventilatoren (Säulenventilatoren) sowie seltener bei Tischventilatoren zum Einsatz.

Unabhängig davon, ob ein Turm- oder Propellerventilator verwendet wird, erfolgt die Regulierung der Leistung über Dreh- oder Druckknöpfe. Häufig lassen sich die Geräte auch per Fernbedienung steuern. Klassische Deckenventilatoren verfügen über eine Kette zur Bedienung.

Die meisten Ventilatoren lassen sich feststellen, damit der Luftstrom nur einen Punkt erreicht. In der Regel drehen sich die Geräte jedoch nach links und rechts. Bei Bodenventilatoren gibt es meist nur eine Luftrichtung, die durch Drehen des Geräts geändert werden kann.

Wenn du die Feststellfunktion verwendest, solltest du vor allem an heißen Tagen nicht dauerhaft in der Luftströmung sitzen. Denn dabei besteht die Gefahr von Nackenverspannung oder einer Erkältung!

Hier können Ventilatoren eingesetzt werden

Ventilatoren sind nicht auf spezielle Räume beschränkt. Sie finden weltweit sowohl im privaten als auch geschäftlichen Bereich Verwendung.

  • Wohnzimmer: Wer sich im Sommer im Wohnzimmer aufhält und beim Fernsehen oder Lesen von einem angenehmen Lüftchen gekühlt werden möchte, findet mit einem Ventilator eine sehr gute Lösung. Von Vorteil ist das Gerät dann zum Beispiel auch, wenn aufgrund der hohen Verkehrs Lautstärke tagsüber kein Fenster geöffnet werden kann. Empfehlenswert für das Wohnzimmer sind zum Beispiel Turmventilatoren.
  • Schlafzimmer: Wer kennt das Problem von hohen Nachttemperaturen nicht? Wir wälzen uns herum, finden nicht in den Schlaf, die Nachtwäsche klebt. Mit einem Ventilator im Schlafzimmer kannst du Einschlaf- oder Durchschlafprobleme im Sommer lösen. Wichtig ist dabei vor allem ein Gerät mit Timer, damit der der Ventilator nicht die ganze Nacht über unnötigerweise Strom verbraucht.
  • Kinderzimmer: Gerade bei hohen Ozonwerten kann es im Sommer auch angebracht sein, dass der Nachwuchs zuhause spielt. Damit es im Kinderzimmer jedoch angenehm bleibt, kann ein Ventilator für Abhilfe sorgen. Achte bei der Auswahl vor allem auf Sicherheit, damit sich dein Kind nicht verletzt. Prinzipiell solltest du den Ventilator nur anstellen, wenn du dich mit deinem Kind im gleichen Raum aufhältst.
  • Büro: Hohe Temperaturen beim Arbeiten können die Konzentration sowie die Leistungsfähigkeit deutlich einschränken. Mit einem Ventilator lässt sich zwar nicht die Raumluft abkühlen, doch die leichte Brise sorgt für ein angenehmeres und produktiveres Arbeiten im Sommer. Bei der Auswahl solltest du besonders auf ein niedriges Betriebsgeräusch achten.
  • Werkstatt: Wer beim Heimwerken oder Schrauben zu stark schwitzt, ist deutlich in seinem Wirken beeinträchtigt. Ein Ventilator kann die Arbeit mit einem kühlenden Luftzug auch im heißen Sommer erleichtern. Achte beim Kauf darauf, dass der Ventilator für die Raumgröße geeignet ist. In Autowerkstätten mit Hebebühne kann ein Bodenventilator ideal sein, da er die Luft auf deinen Oberkörper bläst, während du unter dem Auto schraubst.
  • Ladengeschäft: Einkaufen kann in aufgeheizten Geschäften im Sommer zur Qual werden. Mit einem Ventilator verbesserst du das Einkaufserlebnis an heißen Tagen und machst den Einkauf angenehmer. Grundsätzlich sind hier alle Ventilatoren geeignet. Der Luftstrom sollte allerdings nicht zu stark sein, damit er deine Kunden nicht stört.

Gängige Ventilator-Typen

Im Ventilator Test 2017 wurden die gängigen Arten von Ventilatoren getestet. Sie sind im Sommer nicht nur eine perfekte Alternative zur Klimaanlage, sondern für vielfältige Räume geeignet. In dieser Übersicht zeigen wir dir Vor- und Nachteile der jeweiligen Ventilatoren.

Der Turmventilator

Turmventilatoren zeichnen sich durch ihr modernes, platzsparendes und zurückhaltendes Design aus. Dadurch passen sie sich perfekt in einen Raum ein. Sie haben keinen Propeller, sondern ein Gebläse, das Luft an der Rückseite ansaugt und vorn wieder ausbläst. Im Vergleich zu Propellerventilatoren sind Säulenventilatoren meist deutlich leiser und bewegen zugleich eine große Luftmenge. Darüber hinaus verfügen Turmventilatoren in der Regel über zusätzliche Komfortfunktionen sowie eine Fernbedienung. Geeignet sich Turmventilatoren für Büros, Wohnzimmer oder die überdachte Terrasse.

Die Vorteile von Turmventilatoren

  • platzsparend
  • mit Dreh- oder Standfunktion
  • können große Luftmengen bewegen

Die Nachteile von Turmventilatoren

  • Gerät kann nur auf dem Boden aufgestellt werden
  • keine Neigungsmöglichkeit noch vorn oder hinten
  • begrenzte Reichweite

Der Standventilator

Standventilatoren bestehen aus einem Ventilator mit Rotor, der auf einem Ständer montiert ist. Diese Ventilatoren verfügen meist über eine hohe Leistung, weshalb die Geräte auch für große Räume geeignet sind. Die hohe Leistung sorgt häufig für ein höheres Betriebsgeräusch. Im Vergleich zum Turmventilator bieten Standventilatoren meist weniger Funktionen.

Die Vorteile von Standventilatoren

  • sehr hohe Leistung möglich
  • für große Büros oder Wohnzimmer geeignet
  • meist mit Fernsteuerung oder Zeitschaltuhr ausgestattet

Die Nachteile von Standventilatoren

  • benötigen mehr Platz
  • können ein lautes Betriebsgeräusch produzieren
  • benötigen mehr Strom als Turmventilatoren

Der Tischventilator

Der Tischventilator ist kleiner dimensioniert als der Standventilator und kann sehr flexibel eingesetzt werden. Die Geräte lassen sich auf Tische, Ablagen, Sideboards oder Werktische stellen. Es gibt auch Tischventilatoren mit USB-Anschluss, die ihren Strom aus der USB-Buchse eines Computers beziehen.

Die Vorteile von Tischventilatoren

  • kompakte Bauweise
  • vielseitig und flexibel verwendbar
  • geringer Strombedarf

Die Nachteile von Tischventilatoren

  • zu wenig Leistung für größere Räume
  • kann zu Verwirbelung von Akten oder Dokumenten führen
  • manchmal zu geringe Standfestigkeit

Der Bodenventilator

Bodenventilatoren kannst Du in nahezu allen Räumen verwenden. Sie verfügen über sehr kompakte Abmessungen und erzeugen Luft mit einem Propeller. Die Geräte können seitlich gedreht sowie nach oben geschwenkt werden.

Vorteile von Bodenventilatoren

  • Luftstrom von unten ist weniger störend
  • vielseitig einsetzbar
  • in vielen Ausführungen erhältlich

Nachteile von Bodenventilatoren

  • kann besonders viel Staub aufwirbeln
  • mögliche Verletzungsgefahr für Haustiere
  • relativ hohe Lautstärke bei hoher Leistung