Staubsaugerroboter Ratgeber 2017

Wer sein Zuhause regelmäßig von Staub und Schmutz befreien möchte, hat einiges zu tun. Mindestens ein Mal pro Woche greifen wir deshalb zum Staubsauger. Mit einem Staubsaugerroboter lässt sich diese Aufgabe ganz einfach erledigen. Die intelligenten Geräte saugen fast vollautomatisch, immer dann, wenn du sie benötigst. Wir haben hier die 10 besten Staubsaugerroboter für dich getestet und geben dir nützliche Hintergrundinformationen sowie praktische Tipps rund um den Staubsaugerroboter.

Warum überhaupt staubsaugen?

In Deutschland entstehen pro Tag in jedem Haushalt durchschnittlich mehr als 6 Milligramm Staub pro Quadratmeter. In einem 20 Quadratmeter großen Zimmer fallen somit mehr als 120 Milligramm Staub pro Tag an. In einer Woche sind das mehr als 740 Milligramm. Diese Menge ist nur auf Haushalte mit wenige Bewohnern und nur auf ein Zimmer beschränkt. Lebst du mit anderen Menschen zusammen und hast Haustiere, erhöht sich die Menge an Staub und anderem Schmutz erheblich.

Staub ist dabei nicht einfach nur die süße Wollmaus in der Ecke. Im Staub befinden sich Haare, Haarschuppen, Pilzsporen, Dreck, Essensreste, Brotkrümel oder Rückstände vom Straßendreck. Diese Mischung wird immer wieder erneut aufgewirbelt und im Raum verteilt, wenn wir uns dort bewegen oder wenn die Heizung die warme Luft bewegt.
Staub hat die Eigenschaft, sich nicht an einer Stelle zu sammeln. Besonders gern setzt er sich in Bodenfugen, in Vorhängen, in Sofas oder Betten fest.

Diese Mischung aus Bakterien und organischen Rückständen ist auf Dauer unhygienisch. Für Allergiker ist Staub eine mögliche Ursache für allergisches Asthma, Hautreizungen, Schnupfen oder andere Beschwerden. Umso wichtiger ist es deshalb, dass der Staub regelmäßig entfernt wird.

Je nach Staubaufkommen solltest du mindestens jeden zweiten Tag den Staubsauger in die Hand nehmen und saugen. Doch wer nimmt sich heute die Zeit, um eine Stunde lang staubzusaugen? Wir haben immer weniger Zeit, unser Job nimmt viel Zeit in Anspruch. Da haben die wenigsten Lust, auch noch in der Freizeit zum Staubsauger zu greifen.

Die Vorteile von Staubsaugerrobotern

Zeitmangel und die fehlende Putzlust sind zwei Faktoren, die für den Staubsaugerroboter sprechen. Hier sind die Vorteile dieser Geräte:

  • große Zeitersparnis beim Staubsaugen
  • mehr Zeit für andere Dinge in der Freizeit
  • einfache Handhabung und programmierbare Geräte
  • regelmäßiges Staubsaugen kann vollständig automatisiert erfolgen
  • konstant staubfreie Böden
  • Preis amortisiert sich durch eingesparte Zeit sehr schnell

Nachteile von Staubsaugerrobotern:

  • Geräte sind deutlich teurer als herkömmliche Staubsauger
  • die Böden müssen von Hindernissen befreit werden
  • Akkuleistung nicht immer für eine komplette Wohnung ausreichend
  • Saugleistung reicht nicht für stark festsitzenden Staub aus
  • Geräte können weniger Staub aufnahmen als herkömmliche Bodenstaubsauger

Für wen eignen sich Staubsaugerroboter?

Zeitmangel ist eines der Hauptargumente für den Kauf von Staubsaugerrobotern. In diesen Fällen ist ein solcher Haushaltsroboter perfekt geeignet:

  • Berufstätige mit wenig Lust zum Putzen: Staubsaugerroboter können in diesem Fall deine Wohnung saubermachen, während du arbeitest. Kommst du abends nach Hause, ist schon gesaugt und du kannst dich wohler fühlen.
  • Hausstauballergiker: Allergiker greifen am besten täglich zum Staubsauger. Ein Staubsaugerroboter kann dich in diesem Fall sehr entlasten und dir diese Arbeit ganz einfach abnehmen. Zugleich sind weniger Allergene in der Luft und dir kann es in Bezug auf die Allergie besser gehen.
  • Eltern mit Babys: Mit Babys bleibt oft kaum Zeit für andere Dinge. Gerade stillende Mütter benötigen besonders viel Zeit für den Nachwuchs. Ein Staubsaugerroboter kann dann ganz einfach für eine saubere Wohnung sorgen. Die verbesserte Hygiene ist für alle gut und sorgt dafür, dass kein Putzstress entsteht.
  • Selbständige mit einem Büro: Zusätzliches Personal wie Reinigungskräfte kostet Geld. Wenn du dir einmalig einen Staubsaugerroboter anschaffst, benötigst du bis auf den Strom keine weiteren Nebenkosten und sparst Geld ein. Zugleich ist dein Büro oder dein Geschäftsraum immer sauber.

Wie funktioniert ein Staubsaugerroboter?

Staubsaugerroboter ähneln sich bei der Gehäusegröße und –form. Die meisten Geräte messen rund 30 Zentimeter im Durchmesser und sind rund. Ihre Höhe beträgt im Durchschnitt rund 7 Zentimeter. Auf diese Weise können Staubsaugerroboter am besten manövrieren und arbeiten.

  • Antrieb: Um sich fortbewegen zu können, verfügen Staubsaugerroboter über zwei motorbetriebene Räder. Ein Steuerrad an der Vorderseite folgt nur den Bewegungen, hat aber keine lenkende Funktion. Die Lenkung des Staubsaugerroboters erfolgt durch unterschiedlich schnelle Drehungen der motorbetriebenen Räder. Dadurch kann sich der Staubsaugerroboter auf der Stelle drehen und in enge Winkel navigieren. Durch die geringe Höhe kann das Gerät auch unter Sofas oder Regale fahren. Mit Hilfe des Motorantriebs können Staubsaugerroboter auch kleine Hindernisse wie Kabel oder niedrige Schwellen überwinden.

Die Steuerung eines Staubsaugerroboters kann auf verschiedene Arten erfolgen:

  • Sensoren: Sensortechnik ermöglicht es dem Gerät, Hindernisse schon frühzeitig zu erkennen und darum zu navigieren.
  • Berührungssensorik: In diesem Fall fährt das Gerät auf ein Hindernis. Sobald es das Hindernis berührt, ändert der Roboter seine Richtung.
  • Kameras: Manche Modelle haben eine Kamera auf der Gehäuseoberseite montiert. Diese Kamera verfügt über Infrarot-Sensoren, die Hindernisse und Möbel im ganzen Raum erfassen.

Die besten Geräte verfügen immer über einen Absturzsensor. Dieser verhindert, dass der Roboter zum Beispiel die Treppe herunterfällt. Manche Hersteller werben zum Beispiel damit, dass die Geräte auch „Tabledance“ beherrschen, d.h. auf einem Tisch saugen könnten, ohne abzustürzen.

  • Reinigungstechnik: Staubsaugerroboter haben Bürsten an der Unterseite. Diese Bürsten wirbeln Staub auf, der schließlich von einem Sauger aufgesaugt wird. Im Innern des Gehäuses sorgt ein Unterdruck für die nötige Sogwirkung. Manche Modelle haben zusätzlich Bürsten an den Seiten, die für eine gründliche Reinigung in Ecken und Nischen sorgen sollen. Neben den Bürsten sind viele Saugroboter mit Bürstenwalzen ausgestattet. Der Schmutz wird in einem Behälter aufgefangen, der regelmäßig geleert werden muss. Einige Modelle haben zusätzlich einen sogenannten „HEPA-Filter“, der auch Feinstaub abfängt. Diese Staubsaugerroboter sind besonders für Allergiker geeignet.
  • Putzsystematik: Manche Staubsaugerroboter scheinen willkürlich durch den Raum zu fahren, andere fahren parallele Linien ab. Die Programme werden von den Geräten in der Regel passend zu den jeweiligen Räumlichkeiten ausgewählt. Manche Staubsauger arbeiten mit Hilfe von sogenannten „Leuchttürmen“. Dabei handelt es sich um virtuelle Grenzen, die dem Staubsaugerroboter zeigen, wo er nicht saugen darf.
  • Stromversorgung: Staubsaugerroboter verfügen über aufladbar Akkus. Sie ermöglichen es, dass die Geräte bis zu drei Stunden bis zu nächsten Aufladung im Betrieb sein können. Muss der Akku aufgeladen werden, fahren die meisten Staubsaugerroboter wieder automatisch zur Aufladestation.