Springseil Ratgeber 2017

Es mag zunächst etwas merkwürdig klingen, Springseile zu vergleichen. Denn schließlich kennen wir noch alle die einfachen und funktionellen Springseile aus unserer Kindheit oder dem Sportunterricht. Tatsächlich gibt es heute aber echte Hi-Tech-Varianten von Springseilen aus verschiedenen Materialien, mit und ohne Zählwerk und mit unterschiedlichen Eigenschaften.

Je nach Benutzertyp kann die richtige Wahl des Springseils sehr individuell ausfallen und deswegen lohnt es sich, die diversen Typen genauer unter die Lupe zu nehmen. Ein ausführlicher Testbericht zum Thema Springseile ist das Ergebnis dieser sorgfältigen Recherche. Beim Springseil handelt es sich um eines der effektivsten und einfachsten Trainingsgeräte überhaupt.

Mit ihm lassen sich Ausdauer und Koordination sehr effizient trainieren – und gleichzeitig ist es auch ein Spielgerät, mit dem Kinder bereits ihre Fähigkeiten untereinander messen können. Doch egal, ob es als Spielgerät oder ernsthaftes Trainingsgerät genutzt wird, das Prinzip ist immer dasselbe: Wer einmal den richtigen Sprungrhythmus gefunden hat, kann seinen Körper zu Höchstleistungen treiben, um die eigene Kondition zu verbessern.

Durch die individuell verschiedenen Benutzertypen variieren die angebotenen Seile zum Teil sehr stark. Im Test konnte es daher nicht den einen Sieger geben, der alles am besten kann. Tatsächlich haben wir sehr viele Faktoren berücksichtigt, die es dir erleichtern sollen, das richtige Springseil zu finden.

Letztlich muss das Springseil zu dir passen, die Testergebnisse können keine pauschale Allgemeingültigkeit für jeden Sportler besitzen. Das liegt zum einen an den unterschiedlichen Materialien der Seile, die wiederum Auswirkungen auf Gewicht und Flexibilität haben; zum anderen spielen Länge und Handhabung ebenfalls eine wichtige Rolle. Nicht zuletzt muss das Springseil zum jeweiligen Trainingsniveau passen, damit Anfänger nicht überfordert und Fortgeschrittene nicht unterfordert werden. Für den Bereich der Hobbysportler und Profis gibt es zum Teil sehr hochwertige Springseile, die mit elektronischen oder mechanischen Zählwerken ausgestattet sind. Sie erleichtern das Protokollieren des Trainingserfolgs. Elektronische Systeme können aber heutzutage noch mehr und können häufig auch Aussagen über die verbrannten Kalorien treffen.

Die richtige Schwingfrequenz des Springseils ist wichtig, um das Tempo zu bestimmen. Diese hängt maßgeblich vom Gewicht des Springseils ab. Das Eigengewicht muss also schon zu Beginn mit Bedacht gewählt werden, damit das Tempo bei wachsendem Trainingserfolg nicht sofort unterfordert. Um die Belastung variieren zu können, sind bei manchen Modellen Extragewichte vorgesehen. Als Anfänger wird man aber mit einem langsam schwingenden Springseil am besten bedient sein, denn zu Beginn geht es vor allem darum, die Bewegungsabläufe zu erlernen und sich an das Seil zu gewöhnen. Später kann man dann auf anspruchsvollere Seile zurückgreifen. Deswegen berücksichtigt der Test auch so viele verschiedene Typen von Springseilen, denn er soll nicht nur eine Momentaufnahme darstellen, sondern als Entscheidungshilfe das Training langfristig begleiten können.

Wie erkenne ich ein gutes Springseil?

Gute Springseile müssen perfekt ausbalanciert sein, damit sie richtig schwingen können. Das Eigengewicht muss ebenso berücksichtigt werden wie die Flexibilität des verwendeten Materials. Um ein relativ hohes Gewicht zu erzielen, werden heute häufig Stahlseile verwendet, die eine recht schnelle, aber sehr ruhige Sprungfrequenz ermöglichen. Damit man sich nicht verletzt, sind diese Springseile in der Regel mit Gummi ummantelt. Das ist natürlich wichtig, damit man sich mit dem Seil nicht versehentlich niederschlägt, wenn es einmal am Kopf hängenbleiben sollte.

Einfache Springseile im Sportunterricht verfügten in der Regel über keine Griffe, sondern nur über Knoten. Die Länge ließ sich damals nur dadurch regulieren, dass man das Seil einige Male um die Hand wickelte, wenn es zu lang war. Die richtige Länge ist dabei besonders wichtig, denn das Seil darf weder zu lang noch zu kurz sein.

Die optimale Länge ermittelt man am besten durch das Auftreten auf das Seil. Dann zieht man die Seilenden straff am Körper nach oben. Da die Körpergröße und die Seilgröße selten perfekt zusammenpassen, sind die meisten modernen Seile mit Griffen und Verstellmöglichkeiten für die Länge versehen.

Während man also als Kinderspielzeug durchaus ein einfaches Springseil nutzen kann, sollte für ernsthaftes Training ein gutes und ausgereiftes Modell gewählt werden, damit der individuelle Trainingsstand berücksichtigt werden kann. Wichtig ist, beim Springen auch auf die Gesundheit zu achten. Da die Sprungtätigkeit die Gelenke stark belasten kann, sollten Erwachsene nach Möglichkeit immer mit geeigneten Schuhen trainieren, deren Sohle dämpfende Eigenschaften haben. Idealerweise kann man auch eine Trainingsmatte unterlegen.

Verschiedene Materialien erschweren die Auswahl

Springseile gibt es in unterschiedlichsten Materialausführungen. Ursprünglich wurden einfache, aus Hanf gedrehte Seile verwendet, die kostengünstig und strapazierfähig waren. Heute finden sich im Regal aber die verschiedensten Modelle aus PVC, Gummi, Kunststoff, Baumwolle, Leder und Stahl – wahlweise mit und ohne Schutzummantelung.

Das Training selbst ist vergleichsweise einfach und schnell erklärt: Du stellst dich aufrecht hin und hältst das Springseil an den Griffen (bzw. an den Seilenden). Ist die optimale Länge eingestellt, beginnt man, das Seil von hinten nach vorne um den Körper zu schwingen. Dabei kann das Seil auf der unteren Position durchaus den Boden berühren; das ist sogar von Vorteil. Jetzt springst du hoch, um die kreisende Bewegung des Springseils nicht zu blockieren. Auf der oberen Position darf es natürlich nicht am Kopf hängen bleiben. Hat man den richtigen Rhythmus einmal gefunden, kann das eigentliche Training beginnen. Die Geschwindigkeit, mit der man das Seil dreht, bestimmt dabei die Sprungfrequenz.

Je schwerer ein Seil, desto schneller lässt es sich bewegen. Schon nach den ersten Trainingsminuten wird klar, dass dieser Sport die Ausdauer und Kondition besonders gut trainiert. Seilspringen gehört zu den Sportarten, die zur Erhaltung oder zum Aufbau der Fitness sehr gut geeignet sind und von vielen Ärzten empfohlen werden.

Früher hatte das Springseil eher den Ruf als Kinderspielzeug oder Gymnastikzubehör, aber wenn man darüber nachdenkt, dass vor allem Boxer für die Nutzung von Springseilen bekannt sind, wird klar, dass selbst Profis auf das effektive Training schwören. Auch Fußballer erhöhen mit Springseilen ihre Koordination und Kondition. Außerdem hilft es dabei, die Beinarbeit zu verbessern und schneller auf Positionswechsel zu reagieren. Sowohl für Fußballer als auch für Boxer ein wichtiger Punkt. Doch selbst Hobbysportler profitieren von der Verbesserung der Ausdauer und Koordination.