Mobile Klimageräte Ratgeber 2017

Der Sommer ist da und alle freuen sich über hohe Temperaturen, außer diejenigen, die bei 30° Grad Raumtemperatur arbeiten müssen. Lüften oder Ventilatoren nützen nichts. Deshalb soll eine andere Möglichkeit gefunden werden. In diesem Fall kann ein mobiles Klimagerät für Abhilfe sorgen.

Wir sagen dir in diesem Ratgeber und Test, welche Geräte und Techniken es gibt, welche Modelle sich eignen und worauf du beim Kauf von mobilen Klimageräten achten musst.

Das wichtigste zuerst:

  • Mobile Klimageräte sind ideal für alle, die keine Klimaanlage fest installieren können oder wollen.
  • Ein mobiles Klimagerät benötigt im Vergleich zur Kühlleistung viel Strom. Deshalb sollten nur kleine Räume damit gekühlt werden.
  • Beim Kauf solltest du vor allem auf eine niedrige Energieeffizienzklasse achten. Neue Geräte dürfen maximal Klasse B erreichen. Optimal sind mobile Klimageräte mit der Energieeffizienzklasse A+++.
  • Bedenke, dass du bei einem mobilen Klimagerät immer einen Abluftschlauch nach draußen führen musst.

Vorteile und Nachteile mobiler Klimageräte

Vorteile eines mobilen Klimagerätes

  • relativ günstig in der Anschaffung
  • einfache und schnelle Einrichtung
  • flexible Aufstellmöglichkeiten

Nachteile eines mobilen Klimagerätes

  • hoher Energieverbrauch
  • nicht so effizient wie Splitgeräte
  • etwas lauteres Betriebsgeräusch

Wann eine mobile Klimaanlage sinnvoll sein kann

Ob Hotels, Tankstellen oder Büros, Klimaanlagen gehören in den heißeren Regionen der Welt zum Standard. Auch hierzulande werden aufgrund der steigenden Temperaturen im Sommer immer häufiger Klimaanlagen installiert. Im Auto ist die Air Condition (AC) schon seit langem bei vielen Herstellern Bestandteil der Grundausstattung.

Doch wenn du in einer Mietwohnung eine Klimaanlage benötigst oder ein Klimagerät im Büro nutzen möchtest, ist das bei einem fest installierten Gerät ziemlich aufwändig und kostenintensiv.

Eine mögliche Lösung: mobile Klimageräte. Diese Geräte können ohne Umbauten oder bauliche Anpassungen genutzt werden. Es wird einzig eine Fensteröffnung benötigt. Ansonsten lassen sich mobile Klimageräte überall dort nutzen, wo sie gebraucht werden.

Im Vergleich zu den fest installierten Modellen haben mobile Klimageräte grundsätzlich jedoch zwei Nachteile: Sie benötigen mehr Strom und haben eine geringere Kühlleistung.

In unserem Vergleich für mobile Klimageräte 2017 versuchen wir, die besten Modelle für dich gegenüberzustellen.

Mobiles Klimagerät Funktionsweise

Mobile Klimageräte können die Raumluft in einem Raum herunterkühlen. Im Gegensatz zu Deckenventilatoren, Turmventilatoren oder Standventilatoren wird die Luft nicht einfach nur umgewälzt.

Die mobile Klimaanlage saugt warme Raumluft an und kühlt sie. Hierfür wird ein Kältemittel verwendet, ähnlich wie in einem Kühlschrank. Im Klimagerät arbeitet ein Kompressor. Er verringert die Dichte des Kältemittels. Dadurch wird Wärme abgegeben und es entsteht Druck. In einem Verdampfer wird dieser Druck sehr schnell gesenkt, was einen Temperaturabfall bewirkt und die Umgebungsluft abkühlt. Damit die warme Abluft diesen Vorgang nicht verhindert, muss sie über einen Abluftschlauch nach draußen geführt werden. Aus diesem Grund benötigt ein mobiles Klimagerät immer eine Fensteröffnung für den Abluftschlauch.

Durch das Kühlen der Luft wird diese trockener. Das entstehende Kondenswasser wird bei mobilen Klimageräten entweder gesammelt oder zum Kühlen des Kühlmittels genutzt. Wird das Kühlmittel mit dem Kondenswasser gekühlt, handelt es sich um mobile Klimageräte mit Luft-Wasser-Kühlung. Bei allen anderen Geräten muss der Auffangbehälter für das Kondenswasser regelmäßig ausgeleert werden.

Mobile Klimageräte – welche Typen gibt es?

Bei Klimaanlagen werden verschiedene Typen voneinander unterschieden. Allgemein gehören Luftkühler nicht zu den Klimaanlagen. Sie zählen aufgrund ihrer Bauweise zu den Ventilatoren. Luftkühler führen Luft über kaltes Wasser oder Eis, wodurch sich die Luft abkühlt. Dadurch wird jedoch lediglich der Luftstrom gekühlt, nicht aber die Raumluft.

Mobile Klimageräte

Mobile Klimageräte sind hinsichtlich ihrer Funktionsweise einer klassischen Klimaanlage ähnlich. In nur einem Gerät sind alle benötigten Bauteile vereint, deshalb werden sie auch Monoblock-Geräte genannt. Auch wenn die mobilen Klimaanlagen flexibel aufgestellt werden können, wird immer eine Fensteröffnung nach draußen für den Abluftschlauch benötigt. Zugleich sind mobile Klimageräte nicht ganz so einfach zu bewegen, da manche Geräte schnell über 40 Kilogramm wiegen können.

Im Vergleich zu fest installierten Klimaanlagen sind Monoblock-Klimageräte vergleichsweise günstig. Allerdings verbrauchen sie in der Regel mehr Strom und sind mit weniger Leistung ausgestattet. Empfehlenswert sind mobile Klimageräte für den temporären Einsatz in Mietwohnungen, Ferienwohnungen oder im Campingmobil sowie in kleinen Büroräumen.

Unterschieden wird bei mobilen Klimageräten zwischen Geräten mit Abluftschlauch und Geräten mit Zu- und Abluftschlauch. Mit zwei Schläuchen sind mobile Klimageräte effizienter im Betrieb. Denn damit wird der von außen angesaugten Luft Wärmeenergie entzogen und dadurch kann die Kühlung noch besser erfolgen. Jedoch sind Klimageräte mit Zu- und Abluft komplexer, was die Installation betrifft. Auf diese Weise wird die Mobilität und Flexibilität der Geräte beschränkt.

Mini-Klimaanlagen

Besonders kleine Monoblocks können sehr gut in Wohnmobilen verwendet werden. Sie sind gerade für kleine Räumlichkeiten gut geeignet. Empfehlenswert sind mobile Klimageräte mit Luft-Wasser-Kühlung, da diese sehr stromsparend funktionieren.

Mobile Splitgeräte

Diese mobilen Klimageräte verfügen über zwei Einheiten. Eine Einheit liefert im Innenraum die kühle Luft, die andere Einheit wird außen installiert. Innen- und Außeneinheit sind durch einen Schlauch miteinander verbunden, der durch eine Wandöffnung oder durch ein Fenster geführt wird. In der Regel ist die Außeneinheit der Splitgeräte mit dem Kompressor ausgestattet. Somit sind mobile Splitklimageräte im Betrieb deutlich leiser als Monoblockgeräte. Wichtig ist, dass du mit einem Spitgerät Rücksicht auf deine Nachbarn nimmst. Schließlich soll deine angenehme Kühle nicht für Lärmbelästigung in der Nachbarwohnung sorgen.

fest montierte Splitgeräte

In dieses Segment fallen die typischen Klimaanlagen, die du in Hotels oder Geschäften siehst. Sie unterscheiden sich von den mobilen Klimageräten zum einen durch die feste Installation und zum anderen durch eine höhere Leistung. Zugleich dürfen derartige Klimageräte seit 2008 in Deutschland nur von Fachpersonal installiert werden.

Splitgeräte zur festen Montage verfügen über eine feste Innenstation, die an der Wand oder der Decke montiert wird. Sie bläst die kalte Luft in den Raum und senkt dadurch die Raumtemperatur. Das Außenmodul enthält den Kompressor und entzieht der warmen Außenluft die Wärmeenergie, die sie dann in Energie zum Kühlen umwandelt. Je nach Modell verfügen Splitgeräte über einen sogenannten „Inverter“. Diese Geräte sorgt dafür, dass der Kompressor immer im Betrieb ist, sich die Drehzahl dabei jedoch immer anpasst. Auf diese Weise wird die Temperatur im Innenraum konstant gehalten, dafür muss die Klimaanlage nicht immer mit voller Leistung kühlen und spart Energie.

Fest installierte Splitgeräte sind in der Regel viel leiser als mobile Klimageräte. Ihr Betrieb ist deshalb auch in Schlafzimmern oder Büros problemlos möglich.